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Geschichte der Ortsgemeinde Bollenbach

Ortsansicht BollenbachBollenbach bestand im Mittelalter aus zwei Teilen, dem Hochgericht und dem Ingericht, die zu den verschiedenen Herrschaftsbereichen Schmidtburg und Wildenburg gehörten. Die "Grenze" zwischen beiden Teilen ist kurioserweise bis heute als ein unbebauter Streifen in der Dorfmitte sichtbar. Wichtige Erwerbsquelle der Einwohner war neben kleinbäuerlich betriebener Landwirtschaft noch bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts der Schieferbergbau in sechs Gruben.

Ortsbildprägende Gebäude sind die mittelalterliche Zehntscheune, das 1719 erbaute Dorfkirchlein und der Fachwerkbau (1926) einer der ersten elektrischen Getreidemühlen des gesamten Hunsrücks, die bis heute noch betriebsfähig ist. Vor der Mühle laden Tisch und Bänke zur Rast und zum Betrachten der dörflichen Idylle ein.

Auf der Bollenbacher Gemarkung liegen mehrere Wüstungen als spärliche Überreste von Dörfern, die im 30jährigen Krieg durch Massaker oder die Pest entvölkert und nicht wieder besiedelt wurden.

Besonders deutliche Fundamentrelikte solcher einstigen Gehöfte sind noch beim Naturdenkmal der Dicken Eiche am historischen Weg nach Rudolfshaus und Wickenrodt vorhanden. Und weil die Zeit alle Wunden heilt, findet niemand etwas dabei, dass die Bollenbacher an der ehedem tragisch umwitterten Stelle heutzutage Grillfeste feiern.

 

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