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Geschichte der Ortsgemeinde Gemünden

Der Erholungsort Gemünden, auch die Perle des Hunsrücks genannt, liegt am Fuße des Soonwaldes, wo sich Simmerbach und Lametbach vereinigen. Schon aus der Ferne bietet Gemünden einen malerischen Anblick. Die vom Simmerbach umflossenen Häuser des eigentlichen „Fleckens“ schmiegen sich eng an den Schlossberg. Aus ihrer Mitte ragen die Türme der evangelischen und katholischen Kirche empor, und hoch darüber auf einer Felsenterasse krönt das Schloss der Familie von Salis-Soglio. Zahlreiche idyllische Winkel und schöne alte Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert verleihen dem Ort einen besonderen Charme. Krieg und Feuer haben leider die meisten alten Häuser vernichtet.

Die Geschichte erwähnt den Ort erstmals 1304 als Besitz der Grafen von Sponheim.

 

Sehenswürdigkeiten

Die ev. Kirche (ehemalige Schlosskirche)
Das Baujahr der 1905 größtenteils niedergelegten ev. Kirche und ihrer Vorgängerbauten ist wegen fehlender Unterlagen nicht mehr genau zu ermitteln. Alte Pläne lassen darauf schließen, dass die Kirche mit Sicherheit in spätromanischer Zeit (13. Jahrhundert) entstand. Nach dem großen Brand in Gemünden um 1460 baute man auf alten Grundmauern zwischen 1440 und 1488 eine einschiffige Kirche, deren Chor heute noch erhalten ist. 1901/02 musste der Turm wegen Baufälligkeit größtenteils niedergelegt werden. Nach dem Abbruch von Schiff und Chorquadrat entstand ein einschiffiges neugotisches Langhaus unter Beibehaltung des spätgotischen Chores.
Besonders sehenswert: Die lebensgroßen Grabdenkmäler der Schmidtburger aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die kath. Kirche
Die katholische Kirche wurde nach Auflösung des Simultaneums (1897) als neuromanischer Saalbau mit zwei Schiffen in den Jahren 1899/1901 erbaut.

Das Schloss
Das Gemündener Schloss, ein dreigeschossiger Bruchsteinbau mit vier runden Ecktürmen, erhebt sich auf halber Höhe am Hang und bildet das Wahrzeichen von Gemünden. Die Grundmauern der von den Sponheimer Grafen errichteten Burg stammen aus dem 12. Jahrhundert. 1514 ging die Burg in den Besitz der Schmidtburger Ritter über. 1689 wurde sie durch die Franzosen zerstört und ab 1706 als Schloss wieder aufgebaut. Hierbei wurden die Türme ihrer Wehrfunktion entledigt und als Wohnräume integriert. Im 19. Jahrhundert entstanden auf der Westseite des Schlosses Stallungen und Wirtschaftsgebäude. 1815 heiratete die letzte Erbin einen österreichischen Reiteroffizier von Salis-Soglio, desssen Nachkommen heute das Schloss bewohnen.

 

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