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Geschichte der Ortsgemeinde Hahnenbach

Hahnebacher Stubb - HahnenbachIm reizvollen Hahnenbachtal liegt in direkter Nachbarschaft zum Landkreis Birkenfeld die Ortsgemeinde Hahnenbach. Über die Landesstraße 182 ist der Ort mit der Stadt Kirn und dem Hunsrückort Rhaunen verbunden. Die Gemarkungsgröße beträgt 2,8 qkm, die Höhe der Ortslage 220 m über NN.
Im hohen Mittelalter war Hahnenbach im Besitz der Herren von Stein (Steinkallenfels). Die Bewohner des Dorfes waren den dortigen Burgherren dienst- und abgabenpflichtig. Nach der Erbauung der Burg Wartenstein wurde Hahnenbach Bestandteil der Herrschaft bzw. des späteren Amtes Wartenstein und bildete ein eigenes Unteramt. Zum Amt Hahnenbach/Weiden gehörten die Orte Hahnenbach, Weiden, Herborn sowie ein Teil von Niederhosenbach und Königsau.

Während das Amt Hennweiler unter der Landeshoheit der Grafen von Veldenz bzw. der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken stand, war im Amt Hahnenbach der Erzbischof und Kurfürst von Trier oberster Lehensherr. Beide Ämter wurden ab dem 16. Jahrhundert von einem Amtmann in Personalunion von Wartenstein aus verwaltet.
Zur Zeit der französischen Herrschaft (1798-1814) war das Dorf eine der zwölf Landgemeinden, die zusammen mit dem Hauptort Kirn die Mairie Kirn bildeten, aus der sich später die Landbürgermeisterei Kirn bildete.

Mit heute rund 615 Einwohnern hat sich die Bevölkerungszahl der Ortsgemeinde gegenüber dem Jahr 1950 etwa verdoppelt. Ein Hauptgrund dafür war die Ansiedlung einer Glashütte im Jahr 1957, wodurch viele Neubürger, besonders aus Thüringen, nach Hahnenbach kamen. Ganz neue Wohngebiete, wie zum Beispiel die Ernstthaler Straße, entstanden.
Die Ortseinwohner sind zum überwiegenden Teil evangelisch. Nach vorausgegangener Zugehörigkeit zum evangelischen Pfarramt Kirn gehört die evangelische Kirchengemeinde seit 1975 der Kirchengemeinde Hennweiler-Oberhausen an. Die katholische Kirchengemeinde wird von Kirn aus betreut. Die katholische Kapelle am Hahnenbach erhielt 1933 die Weihe, während die evangelische Kirche 1948/49 erbaut wurde.

Seit dem Jahr 1966 ist der Ort als Fremdenverkehrsgemeinde staatlich anerkannt. Im Hahnenbachtal können vor allem Campingfreunde eine Bleibe finden. Einen malerischen Blickfang in der Ortsgemeinde bildet das alte geschieferte Fachwerk-Rathaus von 1940 mit der benachbarten evangelischen Kirche und der steinernen Bogenbrücke über den Hahnenbach.

 

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