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Geschichte der Ortsgemeinde Hellertshausen

Ortsansicht HellertshausenUnter dem Südhang des Idar­waldrückens und oberhalb der Wie­senmulde des Zillichbachs zeigt sich der malerische Ort von seiner attraktivsten Seite, wenn man von Stipshausen her durch einen lichten Ler­chenwald und eine einseitige Lindenallee herabgefahren kommt. Gegenüber prägt der bewaldete Kamm des Massivs von Mörschieder Borr und Wil­denburg die Land­schaftskulisse. Innerorts fällt sogleich die geglückte Neu­gestal­tung der Straßen­züge und Freiflächen auf. Hüb­sche Akzente set­zen die attrak­tiven Stra­ßen­leuchten. Das Laub der Bäume am Dorfstraßenrand und die Raster der Pfla­ster­steine erge­ben überdies recht spannungs­volle Kontraste.
Mehrere alte Anwesen in Hel­lertshausen zeigen teils noch die durch Kli­ma und Nutzungs­art abgewandelte landschafts­typische Sonder­form des alt­fränkischen Vierseitengehöfts. Vielleicht bestanden ihre Vor­gän­gerbau­ten bereits um 1331, als Hellertshausen noch "Hil­der­tusin" hieß. Viel jünge­ren Entstehungsdatums sind allerdings "Haniels Schlößchen" und das malerische Forsthaus im Vier­herren­wald, in dessen Be­sitz sich einst die Wild- und Rhein­gra­fen, Kur­trier, Baden und die Frei­herrn Cratz von Scharffen­stein teil­ten. Weit außerhalb des Ortes und fast schon auf Schaurener Ge­markung steht das letzte Gebäude von Ham­merbir­ken­feld. Dort hatte Jo­hann Nikolaus Stumm im Jahr 1715 die Er­laub­nis erhalten, einen Eisen­ham­mer zu betreiben. Diese Ge­nehmi­gung gilt als historischer Startschuß für den steilen Aufstieg der Stumm'schen "Eisendyna­stie", deren Söhne bereits in der zweiten Generation, 1743, als nächstes Werk und Renditeob­jekt die As­bacherhütte er­war­ben, nach­dem Johann Niko­laus Stumm - der Stamm­vater - kurz zuvor in Hammer­birken­feld das Zeitliche ge­segnet hatte.

 

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