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Geschichte der Ortsgemeinde Heinzenberg

Ortsansicht HeinzenbergDie Ortsgemeinde Heinzenberg liegt im Simmerbachtal an der Bundesstraße 421 Martinstein/Simmertal-Kirchberg. Die Gemarkung ist 196 ha groß und besteht zu 70 % aus Wald. Die Höhe der Ortslage beträgt 198 m über NN. Das Dorf ist mit 43 Einwohnern die kleinsten Gemeinde im Landkreis Bad Kreuznach.

Im Mittelalter stand etwas oberhalb des Dorfes eine kleine Burg, die 1152 als "Henzenberg" urkundlich erwähnt wird. Ihre Bewohner, die Herren von Heinzenberg, spielten in der Region eine nicht unbedeutende Rolle, wo sie als Vasallen der Grafen von Veldenz und der Wildgrafen sowie als Ministeriale der Erzbischöfe von Mainz und Trier in Erscheinung traten. Zu den Veldenzer Lehen der Heinzenberger gehörte unter anderem die Vogtei Hennweiler. Ihr Wappen mit der silbernen Schnalle weist auf eine Verwandtschaft mit den Herren von Schmidtburg hin.

Unter den Herren von Heinzenberg ragt Wilhelm III. von Heinzenberg besonders heraus, was bereits zu seiner Zeit im lat. Namenstitel "nobilis vir" (Edelmann) verdeutlicht wurde. Als Minnesänger, dessen Lieddichtung sogar in die Manessische Liederhandschrift Eingang fand, kam der Heinzenberger zu Ehren. Kurz vor 1400 starb das Geschlecht der Heinzenberger aus, deren Erbe nun auf die Ritter von Wartenstein über dem Hahnenbachtal überging.
Mit der französischen Verwaltungsreform von 1798 wurde Heinzenberg Bestandteil der Mairie Kirn. Um 1800 zählte der Ort sechs eingeschossige Gebäude. Mit der 1815 erfolgten preußischen Verwaltungsreform kam Heinzenberg zur Bürgermeisterei Kirn.
Die meisten Ortseinwohner sind katholisch und gehören zur Pfarrei Oberhausen. Der einzige Ortsverein, der Kultur- und Heimatverein Heinzenberg, hat mehr Vereinsmitglieder als das Dorf Einwohner zählt. Ein Prunkstück der Ortsgemeinde ist das mit viel Eigenleistung erbaute Bürgerhaus.

 

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