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Geschichte der Ortsgemeinde Hennweiler

Auf einer Hochfläche des Hunsrückvorlandes liegt am Fuße des Lützelsoons die Ortsgemeinde Hennweiler. Ihre Gemarkung ist mit fast 14 qkm die größte in der Verbandsgemeinde Kirn-Land. Mehr als die Hälfte der Gemarkungsfläche wird von Wald eingenommen. Die Höhe der Ortslage beträgt 374 m über NN. Über drei Kreisstraßen ist der Ort gut mit seinen Nachbargemeinden und der weiteren Region verbunden. Mit 1.300 Einwohnern und der Ausweisung weiterer Baugebiete zeigt die Lützelsoongemeinde wachsende Tendenzen.

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 992, als König Otto III. unter der Federführung des Mainzer Erzbischofs Willigis das Königsgut "Hanenwilare" dem kurz zuvor errichteten Stift St. Stephan in Mainz schenkte. Es ist sehr wahrscheinlich, daß unter dem Einfluß dieses Stiftes die Erbauung der Stephanus-Kirche als Mutterkirche im Pfarrbezirk Hennweiler erfolgte. Dieser Bezirk war im Mittelalter mit der Vogtei Hennweiler identisch, die - als ein Gerichts- und Verwaltungsbezirk - die Orte Hennweiler, Oberhausen, Guntzelnberg, Rode, Heinzenberg und den Eigener Hof umfaßte.

Die Vogtei Hennweiler war als Lehen der Grafen von Veldenz im 13./14. Jahrhundert an die Herren von Heinzenberg vergeben. Der Verwaltungsbezirk bildete ab dem 16. Jahrhundert unter der Bezeichnung "Amt Hennweiler" zusammen mit dem Bezirk "Amt Hahnenbach" die Reichsherrschaft Wartenstein mit Verwaltungssitz auf Wartenstein.
Im 16. Jahrhundert waren die Herren von Schwarzenberg, im 17./18. Jahrhundert die freiherrliche Familie von Warsberg die Ortsherren von Hennweiler. Unter den Herren von Schwarzenberg erfolgte 1555 die Einführung eines Marktes.

Im Sommer 1781 brannte der Ort zu mehr als zwei Drittel ab. In den Jahren 1790-92 wurde das Kirchenschiff neu erbaut. Hennweiler war zur Zeit der französischen Herrschaft (1798-1814) Bestandteil der Mairie Kirn, aus der sich im 19. Jahrhundert die Landbürgermeisterei Kirn entwickelte. In der Bevölkerung überwiegt das evangelische Bekenntnis. In Hennweiler ist das evangelischen Pfarramtes Hennweiler-Oberhausen-Hahnenbach zu Hause. Die katholischen Ortseinwohner gehören zur Pfarrei Oberhausen. Die Kirche der katholischen Pfarrgemeinde in Hennweiler wurde 1934 erbaut.

Hennweiler ist Standort einer Grundschule deren Einzugsgebiet fünf Gemeinden umfasst. Den hiesigen Kindergarten besuchen auch die Kinder aus Bruschied und Schneppenbach.

Für den Fremdenverkehr ist Hennweiler gut geeignet. Ein ausgebautes Wanderwegenetz, ein Trimm- und Freizeitgelände sowie einige interessante Wanderziele in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel der Teufelsfels oder Schloß Wartenstein, können diese positive Einschätzung noch verstärken. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören die denkmalgeschützte "alte Schule" und vor allem die evangelische Stephanus-Kirche. Der stattliche Chorturm aus dem 12./13. Jahrhundert, Grabdenkmäler und Fresken im ehemaligen Chor sowie eine Stumm-Orgel von 1846 sind die Besonderheiten des Gotteshauses.

Ein traditionsreiches Ereignis findet in der Ortsgemeinde mit der Veranstaltung des Hennweiler Marktes jedes Jahr Ende Juli statt.

 

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