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Geschichte der Ortsgemeinde Hottenbach

Ortsansicht HottenbachObwohl Hottenbach erstmals im Jahr 1181 urkundlich erwähnt wurde, ist sicher, dass der Ort bereits in der Frühgeschichte besiedelt und in römischer Zeit sogar zu Bedeutung gelangt war. So steht das herausragendste Bauwerk, die Kirche mit ihrem Turm von 1290, auf den Resten eines römischen Gebäudes und bildet so seit jeher den historischen Ortsmittelpunkt. Der imposante Sakralbau, dessen Langhaus 1903 errichtet wurde, birgt unter seiner landestypischen Portalvorhalle eine schön ornamentierte Tür und im Inneren eine Kanzel mit gleichfalls geschnitzten Brüstungsfeldern (1701) sowie eine kostbare Stumm-Orgel aus dem Jahr 1782. Bewunderung verdienen auch die stilvollen Fresken der späten Romanik (14. Jh.) mit ihren Darstellungen von Engeln und Evangelistensymbolen, der Heiligen Dreifaltigkeit und der Gestalt des Christophorus. Aus einer antiken Tempelanlage, die sich einst auf der östlich Hottenbach gelegenen Hochfläche (neben der jetzigen Straße nach Sulzbach) erhob, stammt ein gleichfalls in der Kirche aufbewahrter Viergötterstein mit Juno, Minerva, Herkules und Merkur. Bereits 1247 war das Hottenbacher Gotteshaus der Mittelpunkt eines Kirchspiels, zu dem Asbach, Hellertshausen und Weiden gehörten.

Noch um einiges weiter zurück reicht der feudale Ursprung des ehedem als "Hottenbacher Pflege" bezeichneten Hochgerichts, das vier Grundherrschaften - Kurtrier, Sponheim, Scharffenstein sowie die Wild- und Rheingrafen - mehr schlecht als recht untereinander teilten. Hottenbach verfügt über eine stattliche historische Bausubstanz, darunter das alte Verwaltungsgebäude ("Schelle Haus"; 18. Jh.) unmittelbar westlich der Kirche. Dem Ort kommt heute beträchtliche Bedeutung als kultureller Mittelpunkt zu. Mehrere Vereine, die Orts- und die Kirchengemeinde sowie auch private Veranstalter tragen dazu bei. Nicht zuletzt die ambitionierten Schauspieler der Hottenbacher Theatergruppe spielen eine vielbeachtete Rolle.

 

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