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Geschichte der Ortsgemeinde Schauren

Ortsansicht SchaurenSchauren, dessen Ortsname sich vom althochdeutschen "Scura" herleitet, bestand als Gehöftgruppe schon lange Zeit vor seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1275. 1279 wurde es "Schuren" geheißen. Genauso wie fast überall im Umkreis der Dörfer an den Hängen des Idarwaldes deuten mehrere auf der Schaurener Gemarkung entdeckte Vorzeitgräber sogar auf einen Siedlungsursprung zur frühkeltischen Eisenzeit hin. Das 1351 den Kyrburger Wildgrafen gehörige und noch im Jahre 1515 den Wild- und Rheingrafen zehnt- bzw. zinspflichtige Dorf kam schließlich 1816 - nach der "Franzosenzeit" - zu Preußen. Die 1767 erbaute evangelische Barockkirche, im Innern reich ausgestattet mit Malereien im "Tiroler Stil", besitzt eine schöne Stumm-Orgel von 1870. Die große Glocke dieses Gotteshauses wurde bereits 1480 gegossen.

Früher gaben neben der ziemlich kargen Landwirtschaft hauptsächlich die umliegenden Eisenwerke von Hammerbirkenfeld und Asbacherhütte sowie der bergmännische Abbau von Schiefer den meisten Einwohnern Arbeit und Brot. Auch die malerisch wirkenden Gebäude der Aschieder Mühle in einem Tälchen am Idarwaldrand gehörten einst zum geschäftigen Erwerbsleben.

Von Schaurens ehedem zahlreichen Edelsteinbetrieben haben die wenigsten den aktuell tiefgreifenden Strukturwandel dieses Kunsthandwerks überlebt; Besucher sind zur Besichtigung der Atelier- und Ausstellungsräume stets willkommen. Schauren erfreut sich eines regen Vereinslebens. Viel Wert wird auf heimatliche Brauchtums- und Kulturpflege gelegt. Zwei Gaststätten und ein Campingplatz bieten Unterkunft und Gastronomie.

 

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