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Geschichte der Verbandsgemeinde Kirn-Land

Das Gebiet der Verbandsgemeinde Kirn-Land umschließt die Stadt Kirn fast ringförmig und wird von der Nahe, dem Simmerbach, dem Hahnenbach und dem Großbach durchzogen. Auf einer Fläche von 11.800 ha umfasst es 20 Ortsgemeinden von denen drei Gemeinden weniger als 100 sowie vier Gemeinden mehr als 1000 Einwohner aufweisen. Verwaltungssitz ist die verbandsfreie Stadt Kirn.

Die Wirtschaftsstruktur ist neben der Kleinlederwarenindustrie vor allem von der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie des Mittelzentrums Kirn geprägt, wo Arbeitnehmer aus der Verbandsgemeinde beschäftigt sind.
Die Zahl der landwirtschaftlichen Voll- und Nebenerwerbsbetriebe hat sich in den letzten Jahren auch in der Verbandsgemeinde stetig verringert. Dafür verlegten sich die Schwerpunkte allgemein auf Dienstleistungen, Handel und Handwerk. Geeignete Gewerbegebiete für die weitere wirtschaftliche Entwicklung befinden sich in den Ortsgemeinden Hochstetten-Dhaun, Simmertal und Hennweiler.

Von Bedeutung für den Fremdenverkehr sind einige Sehenswürdigkeiten, die als historisch bedeutsame Stätten und Baudenkmäler kulturelle Schwerpunkte darstellen. So z.B. Schloss Dhaun, die größte Burganlage an der Nahe mit Verlies und botanischem Schlosspark. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert oberhalb des Kellenbachtal angelegt und im Verlauf des 17./18. Jahrhunderts von den Wildgrafen zum Schloss ausgebaut. Schloss Dhaun ist heute Sitz der Schlossakademie Dhaun.

Während der französischen Herrschaft (1798-1814) bildeten die Gemeinden Bruschied, Dhaun, Hahnenbach, Heinzenberg, Hennweiler, Hochstetten, Kellenbach, Königsau, Oberhausen, Schneppenbach, St. Johannisberg und Steinkallenfels zusammen mit der Stadt Kirn die "Mairie" (Bürgermeisterei) Kirn. Nach Beendigung der französischen Okkupation im Jahr 1814 unterstand der gesamte Naheraum zunächst einer bayerisch-österreichischen Militärverwaltung und wurden dann auf dem "Wiener Kongress" Preußen zugeteilt. Einige Orte kamen zusammen mit der Stadt Kirn am 2. Mai 1816 vorrübergehend zum Kreis Oberstein.

Am 16. April 1817 wurde der Kirner Raum dem preußischen Landkreis Kreuznach angegliedert und aus dem Raum Oberstein und Birkenfeld ein Landesteil des Fürstentums Oldenburg geschaffen.

Gleichzeitig wurde das bisherige Verwaltungsgebiet der Kirner Bürgermeisterei geändert, dass die Orte Bruschied, Kellenbach, Königsau und Schneppenbach dem Kreis Simmern angegliedert wurden. Die Gemeinden Dhaun, Hahnenbach, Heinzenberg, Hennweiler, Hochstetten, Oberhausen, St. Johannisberg und Steinkallenfels mit zusammen bildeten mit der Stadt Kirn weiterhin eine Bürgermeisterei.

Nach Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1857 erhielt die Stadt Kirn eine eigene Verwaltung.

Die Landgemeinden bildeten die Landbürgermeisterei Kirn, die vom Bürgermeister der Stadt Kirn in Personalunion mitverwaltet wurde. Die Personalunion wurde im Jahr 1894 aufgehoben, da die Vertreter der Landgemeinden ihren eigenen Bürgermeister wählten.

Durch Auflösung des Amtes Becherbach am 1. August 1940 erfolgte eine Vergrößerung des Amtes Kirn-Land um die Gemeinden Bärenbach, Becherbach, Heimberg, Krebsweiler, Limbach und Otzweiler. Außerdem wurden die Gemeinden Meckenbach und Hochstädten aus der bisherigen Bürgermeisterei Meddersheim in das Amt Kirn-Land eingegliedert.

Die nunmehr 15 Gemeinden von Kirn-Land hatten 1940 cirka 5500 Einwohner. Das Amt erhielt am 1.10.1968 die Bezeichnung "Verbandsgemeinde". Im Zuge der Verwaltungsreformen 1969/70 wurde Kallenfels in die Stadt Kirn eingemeindet. Aus der aufgelösten Verbandsgemeinde Monzingen kamen Simmertal, Horbach, Brauweiler, Weitersborn und aus der aufgelösten Verbandsgemeinde Gemünden Königsau, Kellenbach, Schneppenbach, Bruschied und Schwarzerden zur Verbandgemeinde Kirn-Land. Die Verbandsgemeinde Kirn-Land besteht aus 20 Ortsgemeinden mit zur Zeit rund 11.000 Einwohnern.

 

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